Unsere Tipps zu Triathlon Gadgets  – Was brauche ich wirklich?

Wir lieben unseren Sport – vielleicht liebst du wie wir auch das passende Zubehör von Trainingsbekleidung fürs Schwimmen, Radfahren, Laufen und Ausgleichtraining über das passende Triathlon Wettkampfoutfit bis hin zu technischen Triathlon Gadgets. 

Unsere Erfahrung ist, dass gerade Einsteiger es sich manchmal schwer mit der Frage machen, was man denn nun wirklich braucht. Auf was kann man auch als Einsteiger nicht verzichten? Was braucht man, um sich erst einmal an diesen drei Sportarten zu probieren und was kann man später aufrüsten? Wie umfangreich muss die Ausrüstung sein und welche Triathlon Gadgets machen Sinn? 

In diesem Beitrag haben wir erneut einige Triathletinnen gefragt, auf welche Ausrüstung sie aktuell Wert legen und mit welchen sie in unseren Lieblingssport eingestiegen sind. 

Niemals genug Triathlon Gadgets 

Trigirl BadeanzugNatürlich ist diese Zwischenüberschrift etwas überspitzt ausgedrückt. Aber kennst du nicht auch das Gefühl, dass man noch hier oder besser da etwas mehr investieren müsste?

Triathletin Ann-Kathrin hat ebenfalls dieses Gefühl: „Oftmals bekommt man den Eindruck, man könne an Material gar nicht genug bekommen. Ja, das ist auch so und klar, man möchte ja auch gut aussehen.“

„Doch was brauche ich wirklich?“, fragt sich auch Ann-Kathrin, die auf Instagram sehr aktiv ist. Im Prinzip ist das „nicht sonderlich viel!“ 

„Badesachen, Schwimmbrille, Badekappe für die erste Disziplin, für das Radfahren tut es erst einmal auch ein gebrauchtes oder geliehenes Rad. Ich habe beispielsweise meine erste Saison auf einem gebrauchten Rennrad aus Stahl verbracht und wusste danach genau, auf was ich beim Kauf meines ersten eigenen Rennrads achten muss und was ich will. Und zum Laufen? Funktionsshirt und Sporthose, gescheite Laufschuhe und los geht’s!“ 

Genauso sieht es auch die ebenso passionierte Bloggerin wie Triathletin Thea von theatritralisch: „Für den Anfang braucht es tatsächlich nicht viel. Ein Rennrad ist für den ersten Triathlon nice to have, ein anderes sportliches Rad tut es aber auch.“ Möchtest du dir einen neuen Renner zulegen, hat Thea gerade einen ganz frisch veröffentlichten und passenden Beitrag zum Rennradkauf parat.

„Ein Trisuit wird ebenfalls am Anfang überbewertet: Man kann auch im Badeanzug schwimmen und das sportliche Outfit in der ersten Wechselzone drüberziehen. Auf einen guten Sport-BH und gute Socken möchte ich jedoch nicht mehr verzichten!“ 

Thea, die ihre Triathlon-Abenteuer ebenso auf Instagram teilt, fasst es ganz wunderbar zusammen: „denke immer daran, dass die meiste Leistung von deinem Körper und nicht von irgendwelchen Gadges erbracht wird!“ 

Wir können Ann-Kathrin und Thea da gar nicht genug zustimmen! Denn so bist du schnell mit den Basics ausgerüstet und hast für das Wesentliche, dem Training ausreichend Zeit, ohne dich im Detail zu verlieren und über zu viel Zubehör und ihre Funktion sowie den richtigen Einsatz nachdenken zu müssen. Mehr Tipps und Tricks für deinen ersten Triathlon findest du bei Ann-Kathrin auf der Seite triathlove.de.

Es muss keine teure Rennmaschine für den ersten Triathlon sein 

Auch für Hannah, der du auch auf Instagram folgen kannst, würde am Anfang keine Großinvestitionen anstehen. 

Ihre Empfehlung, was du brauchst, um einen ersten Triathlon zu absolvieren ist: „Badeanzug/Badehose, Schwimmbrille, Badekappe (fürs Training – im Wettkampf bekommst du meist eine vom Veranstalter), Fahrradhelm, Fahrrad und Laufschuhe.“

Gerade bei kleinen Veranstaltungen ist es absolut ok, wenn du mit deinem Rad, egal ob Stadtrad oder MTB fährst. Einige Veranstalter arbeiten zudem mit Geschäften zusammen, die auf Triathlon Equipment spezialisiert sind. So kann man beispielsweise Neoprenanzüge oder auch Räder für einen Wettkampf mieten.

Hannahs Erfahrungen sind ähnlich. „Das Fahrrad muss gerade bei deinem Einstieg in den Triathlon kein Rennrad sein. Solange es verkehrstüchtig ist, kannst du auch mit einem Hollandrad an den Start gehen. Viele fahren bei ihren ersten Triathlons mit einem Mountainbike, das sie bereits vor ihrem Triathloneinstieg besaßen.“

Wer weiter investieren möchte, könnte einen Blick auf technisches Zubehör werfen. „Natürlich gibt es weitere Gear, die man für den Triathlon nutzen kann, aber nicht zwangsläufig braucht. Wenn du langfristig Triathlon oder Ausdauersport im Allgemeinen auf Wettkampfniveau absolvieren willst, dann empfehle ich dir eine Sportuhr. Damit kannst du deine Trainingseinheiten tracken und dein Training mithilfe verschiedener Werte kontrollieren.

Ich persönlich besitze eine Rolle für das Indoor-Radfahren. Das weiß ich insbesondere im Winter zu schätzen, wo ich wunderbar trainieren kann, ohne mir Gedanken über kaltes Wetter machen zu müssen. Auch besitze ich ein Leistungsmesser für mein Rennrad. Hier gilt: Wenn du ambitioniert, nach Plan trainieren willst, dann hilft dir ein Leistungsmesser dein Training optimal zu gestalten.

Ich habe kein spezielles Triathlonrad. Wenn man langfristig Triathlon betreibt und vielleicht auch irgendwann auf den längeren Distanzen unterwegs ist, lohnt sich eine Anschaffung gegebenenfalls. Einen Radkoffer besitze ich noch nicht, denn ich habe noch keinen Triathlon gemacht, für den ich mit dem Flugzeug reisen musste. In Zukunft sind solche Wettkämpfe aber geplant und daher denken mein Mann und ich über die Anschaffung eines Radkoffers nach.“

Wie man den Einstieg in den Triathlon Sport leicht schafft und schneller Triathletin ist, als man es vielleicht für möglich gehalten hat, fasste Hannah von den Ausdauer-Coaches kürzlich in ihrem Blogartikel „So wirst du zur Triathletin“ interessant und übersichtlich zusammen. 

Ein Rennrad kann langfristig sehr viel Sinn machen 

„Im Prinzip braucht man ja nur einen Satz Lauf-, Rad- und Schwimmklamotten, eine Schwimmbrille, gute Laufschuhe und einen fahrbaren Untersatz.“ 

Triathletin Lotta, tri-it-fit.de, ist wie so viele von uns mit wenig neuem Material in den Triathlon Sport eingestiegen. „Was das Equipment angeht, habe ich mit einer Minimalausstattung angefangen. Okay, ein Rennrad macht schon viel Spaß. Und es ist auch sehr sinnvoll, mit dem Rennrad zu trainieren, vor allem, um sich an Klickpedale und die Geschwindigkeit zu gewöhnen.

Wenn Du Dir sicher bist, dass Du längerfristig beim Triathlon bzw. beim Radsport bleibst, rate ich Dir tatsächlich zu einem Rennrad. Es gibt ja auch gute gebrauchte. Wenn Du dann schon länger dabei bist und Ambitionen hast, bietet sich ein Triathlon-Aufsatz an. Eine richtige Rennmaschine macht eigentlich für Anfänger keinen Sinn und ist für ein Hobby, das man nur mal so aus Spaß ausprobiert, eigentlich auch zu teuer.“ 

Wenn du dir nun genauer überlegen möchtest, welches Rad das richtige für dich ist, dann hat Lotta in ihrem Beitrag „So findest du das richtige Rad“ entsprechende Tipps für dich. So wie wir übrigens in unserem Tipps-Beitrag zum Thema Radfahren Lottas Aussagen noch erweitern können. Natürlich ist auch Lotta auf Instagram zu finden. 

Nach oben gibt es für Triathlon Material keine Grenzen

Trigirl Triathlon ZweiteilerGerade am Anfang sind von allen Triathletinnen, mit denen wir gesprochen haben, die Empfehlungen ähnlich. Christina, die vor wenigen Tagen über ihren ersten Start bei einem 70.3 Ironman berichtete würde anfangs genauso wenig übertreiben. Denn Anschaffungen für den Triathlon und das dazugehörige Training können grenzenlos sein. 

„Je nach Ambitionen gibt es Unterschiede und nach oben keine Grenzen. Zum Anfang reichen Badeanzug, Schwimmbrille, ein Helm (auch im Training ein Must-Have!!), ein Bike (egal ob Hollandrad, MTB oder Renner) und Laufschuhe.“ 

Wenn man mehr Erfahrung gesammelt hat, selbst weiß, worauf es einen ankommt und vor allem sich im Klaren darüber ist, dass man den Sport länger ausüben möchte als nur eine Saison, kann sich der Blickwinkel ändern.

„Später zählt dann beim Equipment jede Watteinsparung. Als sinnvolle Anschaffung am Anfang stünde für mich ein spezifischer Triathlonanzug (Einteiler oder je nach Gusto Zweiteiler). Hier hat man gleich die richtige Klamotte für alle drei Disziplinen, was besonders die Wechsel erleichtert.“ 

Wir können Christina gar nicht genug zustimmen. Bevor wir in Technik oder ein Rad investieren würden, sollte die Triathlonbekleidung sitzen! Denn was gibt es Schlimmeres, als im Training oder Wettkampf ständig an sich herum zu zippeln, sich über seine Sachen zu ärgern oder sich wund zu scheuern?!

Wenn du mehr über Christina und ihre Erfahrungen als Triathletin erfahren möchtest, folge ihr auf Instagram und abonniere ihre Seite Die Rennschnecke. 

Und was sagt das Trigirl Team zum Thema Triathlon Gadgets?

Als unsere Bloggerin Nadin, die zahlreiche Beiträge zu diesem Thema auf ihrem eigenen Triathlon Blog EiswuerfelImSchuh.de und ihrer Instagram-Seite veröffentlichte, mit dem Triathlon begann, schwamm sie in einer Badehose und Sport-BH! Anschließend zog sie nur eine Lauf-Shorts und ein Yoga-Top drüber. Für einen Volkstriathlon über eine Sprintdistanz für sie damals vollkommen ausreicht, um in den Sport hineinzuschnuppern. Dass Triathlon sie letztlich so fesseln würde, war ihr damals nicht klar. „Mir war es erst einmal wichtig, alle drei Disziplinen zu trainieren, alles unter einen Hut zu bringen und zu schauen, ob das überhaupt Spaß macht, was ich mir da in den Kopf gesetzt hatte.“ 

„Mit Sportsachen war ich gut ausgestattet für jede einzelne Disziplin. Also stellte sich erst einmal nicht die Frage, ob ich mehr brauche und es ging ja auch super so. Selbst als mich der Sport gepackt hatte, fuhr ich meinen in die Tage gekommenen Renner immer weiter. Ich bekam irgendwann einen Triathlonaufsatz von meiner Familie geschenkt. Den würde ich auch jedem empfehlen, bevor das große Geld in eine Rennmaschine gesteckt wird. Als ich dann von den kürzeren Distanzen zu längeren wechselte, wollte ich immer noch kein anderes Rad.

Hätte meine Radsportfamilie mich nicht immer wieder ermuntert, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, hätte ich sicher mit meinem alten Flitzer auch noch einige Jahre länger meinen Spaß gehabt und noch später ein Zweitfahrrad gekauft! Wo ich aber selten dran vorbei gehen kann, sind technische Spielereien wie Laufuhren, Wattmesssysteme,… Alles Produkte für den Triathlonsport, die man eigentlich nicht braucht, über die ich aber auch so unfassbar gern in meiner Tech-Talk-Serie berichte!“

Trigirl Gründerin Patrizia kam vom Laufen zum Triathlon. „Als ich mit dem Laufen anfing, habe ich mir recht schnell eine (für heutige Verhältnisse) sehr einfache Pulsuhr gekauft. Die waren damals groß im kommen. Die Uhr hat mir am Anfang besonders dabei geholfen, nicht zu schnell und zu viel zu laufen. Das kann für Anfängerinnen manchmal eine Gefahr sein. Irgendwann war die Batterie der Pulsuhr dann leer aber bis dahin hatte ich ein sehr gutes Gefühl für Tempo und Herzfrequenz entwickelt und brauchte sie auch gar nicht mehr.”

Das beste Gadget bist du selbst

Eine gute Selbsteinschätzung, Vertrauen in den eigenen Körper und in seine Leistung – das sind für Anke und Mathias vom MyGoal Training Team essentielle „Gadgets“ für den Triathlon. 

„Wir lieben Diagramme“, so Trainerin Anke. „Aber Garmin & Co haben ihre Grenzen. Ziemlich oft werden wir von Triathletinnen gefragt, warum der Puls hier zu hoch oder das Gefühl dort völlig anders waren als angezeigt. Dabei ist kaum ein Wert so individuell zu beurteilen wie der Puls.“ 

Die Herzfrequenz ist ein äußerst spannendes Feld. „Die medizinische Trainingslehre nutzt die Herzfrequenz des Sportlers zur Steuerung der Belastung. Je höher die Intensität gewählt wird, desto höher wird zwangsläufig die Herzfrequenz liegen. Dabei ist wichtig zu sagen, dass die Herzfrequenz sehr empfindlich auf externe Faktoren reagieren, ebenso auf interne Faktoren […]“, so Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln, in seinem Kompendium „Running & Health“, das auf seiner Seite zum Download zur Verfügung steht. Mehr über den spannenden Bereich der Herzfrequenz erfährst du zudem in dem Artikel des MyGoal Trainings Teams „Idealer Puls“. 

MyGoal Training Gründer Mathias zum Beispiel nutzt selbst seine einfache Suunto Multisport-Uhr nur im Training. Im Wettkampf verlässt er sich lieber auf sein Gefühl und vermeidet so demotivierende Rechenspiele im Kopf. Er baut sogar den Radcomputer ab. „Auf diese Art habe ich gelernt mich meistens richtig einzuschätzen.“ Gerade auf der Mittel- und Langdistanz hilft die Momentaufnahme durch Messgeräte nämlich wenig, sagt Mathias: „Du musst wissen, was noch vor dir liegt, um Geschwindigkeit, Puls und Ernährung im Wettkampf im Griff zu behalten. Dafür sind unsere körpereigenen, natürlichen Sensoren, gekoppelt mit Erfahrung, einfach die besten.“ 

Wenn du irgendwann so viel Erfahrung gesammelt hast wie Mathias, steht dir vielleicht auch nichts für ein Daylight-Finish auf einer Langdistanz im Weg. Manchmal, wie bei seinem Daylight-Finish zur Challenge Roth 2018, gelingt ihm damit sogar eine echte Punktladung. „Hier waren es 11:57:06h für die insgesamt 226 Kilometer. Er hatte sich vorgenommen, unter 12 Stunden zu bleiben und unterwegs keine Informationen über Zeit und Tempo von der Strecke.“, verriet uns MyGoal Trainerin Anke. „Gelernt habe ich das noch mit einer Sportuhr ohne GPS, die mir beigebracht hat, wie sich ein guter Pulsbereich und das richtige Tempo anfühlen“, so Mathias. 

Übrigens kannst du dir hier bei uns dein neues Triathlon Trainingstagebuch herunterladen, wenn du noch keines hast. Damit kannst du zwar keine Diagramme zeichnen, aber alle wichtigen Details für dich festhalten! Falls du kurz vor deinem ersten Wettkampf stehst, gibt es hier unsere Trigirl Checkliste für Triathletinnen. 

Und den Neo nicht vergessen

Zum Abschluss haben wir noch einen letzten Tipp für dich. 

Auch wenn der Sommer sich meistens von seiner heißen Seite zeigt, kann ein Neoprenanzug eine lohnende Investition sein. Insbesondere dann, wenn du in Zukunft planst, häufiger im Freiwasser zu trainieren und den Sport noch eine längere Zeit nachgehen möchtest. Speziell dafür haben wir einen umfangreichen Beitrag mit zahlreichen Tipps und alles Wissenswerte zum Thema Neoprenanzug zusammengestellt. 

Zu guter letzten möchten wir uns auch noch bei allen Triathletinnen bedanken, die uns nicht nur für diesen Beitrag mit ihren Triathlon Insider Tipps für dich versorgt haben. Falls du unseren letzten gemeinsamen Beitrag verpasst hast. Anke, Ann-Kathrin, Thea, Christina, Hannah, Lotta, unsere Bloggerin Nadin und Gründerin Pat haben zusammen ihre Triathlon-Erfahrung in den Artikel Triathlon Einsteiger Tipps weitergegeben.

Triathlon Gadgets

Mehr Tipps zum Thema “Was brauche ich wirklich” findest du auch in dem Artikel Top 10 Triathlon-Austrüstung für Einsteigerinnen.

Wir von Trigirl halten dich auch zukünftig gern weiter auf dem Laufenden und haben in unserem Newsletter natürlich zudem regelmäßig Tipps für dich, die dich beim Triathlon weiterbringen! 

Swim. Bike. Run. Trigirl!
Bist du dabei?

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